Quelle:
UnserTirol24.com, Ausgabe 11/2023: Famiglia Fatis de Terlago – Parliamone: l’importanza di chiamarsi tal dei tali…
Familie de Fatis Terlago, genannt Tabarellus, Patronym Tabarelli de Fatis. Reden wir über die Bedeutung des eigenen Namens …
Familie de Fatis – Ein Überblick
Die Familie Fatis ist ein Adelsgeschlecht, das auf Paolo de Fatis Terlago, genannt Tabarellus, zurückgeht, der 1432 von Kaiser Sigismund mit seinen Onkeln Antonio Fatis und Giovanni Conto Fatis in den Adelsstand des Heiligen Römischen Reiches als „de Fatis“ erhoben wurde.
Die frühesten dokumentierten Informationen über die Familie Fatis, die ursprünglich aus Terlago stammte, datieren aus dem 14. Jahrhundert, obwohl andere Belege bis ins 13. Jahrhundert zurückreichen und insbesondere auf die Existenz eines kollektiven Landbesitzes in Terlago hinweisen.
Fato – Fatus – Fatis – Tabarelli de Fatis
Der Gründer der Adelsfamilie aus Terlago war ein 1307 verstorbener Fato, der zu den „liberi milites“ gehörte, die einen gemeinsamen Besitz auf dem Castel Terlago (domus de Trilaco) hatten. So wurden die Nachkommen von Fato di Trilaco über die mittelalterliche Namenschreibweisen von Fato zu Fatus und zuletzt Fatis genannt, um sich von anderen Herren von Terlago zu unterscheiden.
Die Adelserhebung 1432 änderte die Schreibweise zu „de Fatis“. Fatos Nachkomme Paolo, der wegen eines typischen Wappens, das er gewöhnlich trug, der Spitznamen „il tabarello“ (der Wappenrock) zu „Tabarelli de Fatis“ hinzugefügt.
Tabarelli und Tabarelli de Fatis in Trient
Tommaso Paolo Tabarelli de Fatis ist der Begründer des Zweigs der Familie, der in Trient seine Blütezeit erlebte. Seine Initialen „T.H.O.F.T.“ sind in den Schlussstein eines der Portale des Palazzo Tabarelli eingraviert. Tommaso Paolo ist auch der Gründer des Zweigs Tabarelli de Fatis von Vigolo Vattaro. Aber es war der Sohn von Tommaso Paolo, Antonio Tabarelli de Fatis, ein Jurist und Kanoniker, der den Bau des Palazzo Tabarelli initiierte. Das Hauptwappen der Tabarelli de Fatis, ein schwarzes Veltro auf silbernem Feld, ist sowohl im Palazzo Tabarelli als auch im Herrenhaus in Vigolo Vattaro wiederholt in Marmor gemeißelt.
Palazzo Tabarelli in Trient (Trento)
Der Palazzo Tabarelli in Trient ist eine kostbare historische, architektonische und künstlerische Fundgrube: Im unterirdischen archäologischen Bereich befinden sich Spuren von lebenden Strukturen aus dem antiken Tridentum und dem frühen Mittelalter, die auf das 1. Jh. n. Chr. – XI. bis XII. Jh. n. Chr., die bei Restaurierungsarbeiten in den 1970er und 1980er Jahren ans Licht kamen.
Im Innenhof des Palastes befinden sich eine prächtige innere Loggia aus der Renaissance und reich verzierte obere Räume.Der Bau des Palazzo Tabarelli begann um 1511 auf Geheiß des Domherrn Antonio Tabarelli und wurde Alessio Longhi anvertraut. Die Arbeiten wurden mehrmals unterbrochen, aber schließlich 1791 mit Graf Domenico Tabarelli wieder aufgenommen. Während das Äußere des Palastes im Laufe der Zeit seine alte Pracht nahezu unversehrt bewahrt hat, wurde das Innere nach und nach umgestaltet und degradiert. Viele Räume wurden zu verschiedenen Zwecken genutzt: Mietwohnungen auf verschiedenen Etagen, Veranstaltungsräume, Cafés, Restaurants, Geschäfte. Der Innenhof aus dem 16. Jahrhundert, der sich durch eine Reihe von Bögen und Verzierungen auszeichnet, die an die Loggia des Buonconsiglio-Schlosses von Alessi erinnern, wurde mit unpassenden Ergänzungen versehen. Heute erstrahlt der Palazzo Tabarelli dank einer intelligenten und umsichtigen Restaurierung langsam wieder in seinem alten Glanz.
lesen => „Il Palazzo Tabarelli a Trento„
Schlaglichter zur Familiengeschichte
Dokumente zur Familiengeschichte
Don Giuseppe Tabarelli SDB hat alte Dokumente zur Familiengeschichte Fatis in eine zeitliche Ordnung der mittelalterlichen Namensentwicklung Fato -> Fatus -> Fatis gebracht und unter „Präsentation“ / „Alte Dokumente“ in seinem Web-Auftritt www.tabarelli.org publiziert. Hier ein Auszug vom 12. Aug. 2025 redigiert vom Herausgeber:
lesen => alte Dokumente zur Familiengeschichte Fatis
1432 Adelsprivileg
Die Anerkennung ihres Adelstitels erhielten sie 1432 durch das Zugeständnis von Kaiser Sigismund. Es folgte die Anerkennung durch den Fürstbischof von Trient Alexander von Masowien (1400-1444), polnischer katholischer Patriarch, Bischof von Trient von 1423 bis 1444 sowie Patriarch von Aquileia von 1439 bis 1444; dieser Titel wurde von seinem Nachfolger, Bischof Georg von Ilack, am 3. Februar 1463 erneut bestätigt.
Anschauen => Urkundenliste Kaiser Sigismund 1432 mit der „Adelserhebung der Ritter von Terlago“
Zu dieser Zeit versank das Fürstentum in Anarchie mit einem internen Schisma: Das Domkapitel und das Reich ernannten einen Bischof, der im Norden der Diözese wirkte, während Papst Eugen IV. und Venedig den ehemaligen Abt unterstützten, der den Süden des Bistums regierte.
Schließlich bestätigte Kaiser Karl V. im Jahr 1530 die bisherigen Adelszeichen und Privilegien der „Tabarelli de Fatis“ und fügte weitere hinzu.
Die Nachkommen „Tabarelli de Fatis“ wurden in den gefürsteten Adel von Tirol erhoben. 1508 erhielt das Geschlecht die Tiroler Landstandschaft und 1636 von Kaiser Ferdinand II. den Grafenstand.
Tabarelli de Fatis
Vielleicht war es gerade der Wunsch, sich von den anderen „Herren von Terlago“ abzugrenzen, der einige von ihnen dazu veranlasste, einen Spitznamen mit der allgemeinen Bedeutung von „pastrano“ zu verwenden, der später in der Form Tabarelli de Fatis zum Patronym wurde.
Residenzen Tabarelli de Fatis
Palazzo Tabarelli de Fatis in Terlago
In Terlago (TN), einem Dörfchen am Fuße der Paganella und des Monte Gazza ist der „Palazzo Tabarelli de Fatis Terlago“ neben anderen palazzi zu besichtigen: Palazzo Cesarini Sforza mit seinem Park, Palazzo Altenpurger – auch Prinzenpalast genannt, Palazzo Mamming mit Park, Palazzo Mazzonelli – Paissan mit charakteristischem Laubengang, Villa Rosa und Casa Aldrighetto aus dem 17. Jahrhundert.
Palazzo Tabarelli in Trento (Trient)
Der => Palazzo Tabarelli a Trento wurde 1512 bis 1527 von der Adelsfamilie Tabarelli de Fatis in Trient in der => Via Paolo Oss-Mazzurana 63 (wenige 100 Meter vom Trienter Domplatz entfernt) erbaut.
Wappen Tabarelli de Fatis
Die ältere Version des Wappens zeigt einen aufgerichteten Veltro mit goldenem Kragen, während die neuere Version einen halben silbernen Adler zeigt. Es gibt zwei Symbole, die beide mit der österreichisch-ungarischen Heraldik verbunden sind. Das erste ist der halbe rote Adler auf weißem Grund, das Symbol der weltlichen Macht, nur der Kaiser konnte den vollen Adler haben, weil er weltliche und geistliche Macht unter seiner Vormundschaft vereinte, das zweite ist der zügellose Hund, der für Hingabe und Treue zum Kaiser steht. Hier gibt es jedoch einen Streit, weil der Hund nach älteren Entwürfen dem böhmischen Löwen ähnelte, der auch das Symbol des Evangelisten Markus ist.
Landkarten
Grafschaft Tirol und Oberitalien 1648
Gefürstete Grafschaft Tirol 1873
Aus einer => Gesamtkarte „Tirol und Vorarlberg“, 1873 verlegt in Wien, ist nachfolgend der südliche Teil der Grafschaft Tirol ausgeschnitten und verweist mit roten Punkte auf Faver, Faedo und Ospedaletto valsugana im Süden der Grafschaft, die die Nordspitze des Gardasees mit Riva del Garda und Torbole mit einschloß, als 2 Tabarelli-Auswanderungen aus Österreich nach Deutschland stattfanden. Die roten Punkte verweisen auf Faver und Ospedaletto valsugana, sowie Faedo.
Beide Karten sind auch im => Register / Landkartenregister aufrufbar.
Quellen
1. Regesta Imperii Band XI,2 (Urkunden Kaiser Sigismund Teil 2)
Die folgenden Links sind aktivierbar, ihre durchgestrichene Textierung ergibt sich durch das fehlende SSL Zertifikat der aufgerufenen Seite www.regesta imperii.
a) Regesta Imperii (homepage) => www.regesta-imperii.de/startseite
b) Regesta Imperii (Band XI,2) => Verzeichnung 1432 Adelserhebung de Fatis
Die Originalurkunde ist im Besitz der Gräflich Terlago’schen Familie Tabarelli de Fatis.
2. M D Z – Münchner Digitalisierungszentrum
MDZ-Digitalisat der Regesta Imperii Band XI,2 Seite 215 mit dem 5. April 1432 in Parma => Adelserhebung der Ritter von Terlago
3. UnserTirol24.com, Ausgabe 11/2023, nachfolgender abstract als Auszug:
La famiglia Fatis è una famiglia nobile che ha avuto origine da Paolo de Fatis Terlago, detto Tabarellus, che fu nominato nobile del Sacro Romano Impero dall’Imperatore Sigismondo nel 1432. Forse proprio la volontà di costruirsi una identità distintiva rispetto agli altri “signori di Terlago” spinse alcuni di loro ad utilizzare un soprannome, dal significato generico di “pastrano” che divenne poi patronimico nella forma Tabarelli de Fatis.
Die Familie de Fatis Terlago, genannt Tabarellus, Patronym Tabarelli de Fatis, ist ein Adelsgeschlecht, das auf Paolo de Fatis Terlago, genannt Tabarellus, zurückgeht, der 1432 von Kaiser Sigismund in den Adelsstand des Heiligen Römischen Reiches erhoben wurde. Vielleicht war es gerade der Wunsch, sich von den anderen „Herren von Terlago“ abzugrenzen, der einige von ihnen dazu veranlasste, einen Spitznamen mit der allgemeinen Bedeutung von „pastrano“ zu verwenden, der später in der Form Tabarelli de Fatis zum Patronym wurde.
=> La famiglia Fatis de Terlago, detto Tabarellus
- Fine „Abstammung Tabarelli de Fatis„ Stand 20.10.2026






