Abstammung Tabarelli de Fatis

Quelle: italienisch UnserTirol24.com, Ausgabe 11/2023: Famiglia Fatis de Terlago – Parliamone: l’importanza di chiamarsi tal dei tali… Familie de Fatis Terlago, genannt Tabarellus, Patronym Tabarelli de Fatis. Reden wir über die Bedeutung des eigenen Namens …

de Fatis

Die Familie Fatis ist ein Adelsgeschlecht, das auf Paolo de Fatis Terlago, genannt Tabarellus, zurückgeht, der 1432 von Kaiser Sigismund mit seinen Onkeln Antonio Fatis und Giovanni Conto Fatis in den Adelsstand des Heiligen Römischen Reiches als „de Fatis“ erhoben wurde.

Die frühesten dokumentierten Informationen über die Familie Fatis, die ursprünglich aus Terlago stammte, datieren aus dem 14. Jahrhundert, obwohl andere Belege bis ins 13. Jahrhundert zurückreichen und insbesondere auf die Existenz eines kollektiven Landbesitzes in Terlago hinweisen.

Don Giuseppe Tabarelli SDB hat alte Dokumente zur Familiengeschichte Fatis in eine zeitliche Ordnung der mittelalterlichen Namensentwicklung Fato -> Fatus -> Fatis gebracht und unter „Präsentation“ / „Alte Dokumente“ in seinem Web-Auftritt www.tabarelli.org publiziert. Hier ein Auszug vom 12. Aug. 2025 redigiert vom Herausgeber:

lesen => alte Dokumente zur Familiengeschichte Fatis

Tabarelli de Fatis


Vielleicht war es gerade der Wunsch, sich von den anderen „Herren von Terlago“ abzugrenzen, der einige von ihnen dazu veranlasste, einen Spitznamen mit der allgemeinen Bedeutung von „pastrano“ zu verwenden, der später in der Form Tabarelli de Fatis zum Patronym wurde.

1432 Adelsprivileg

Die Anerkennung ihres Adelstitels erhielten sie 1432 durch das Zugeständnis von Kaiser Sigismund. Es folgte die Anerkennung durch den Fürstbischof von Trient Alexander von Masowien (1400-1444), polnischer katholischer Patriarch, Bischof von Trient von 1423 bis 1444 sowie Patriarch von Aquileia von 1439 bis 1444; dieser Titel wurde von seinem Nachfolger, Bischof Georg von Ilack, am 3. Februar 1463 erneut bestätigt.

Anschauen => Urkundenliste Kaiser Sigismund 1432 mit der „Adelserhebung der Ritter von Terlago“

Zu dieser Zeit versank das Fürstentum in Anarchie mit einem internen Schisma: Das Domkapitel und das Reich ernannten einen Bischof, der im Norden der Diözese wirkte, während Papst Eugen IV. und Venedig den ehemaligen Abt unterstützten, der den Süden des Bistums regierte.

Schließlich bestätigte Kaiser Karl V. im Jahr 1530 die bisherigen Adelszeichen und Privilegien der „Tabarelli de Fatis“ und fügte weitere hinzu.

Die Nachkommen „Tabarelli de Fatis“ wurden in den gefürsteten Adel von Tirol erhoben. 1508 erhielt das Geschlecht die Tiroler Landstandschaft und 1636 von Kaiser Ferdinand II. den Grafenstand.

Residenzen Tabarelli de Fatis

Zu den Residenzen der de Fatis gehörten

Palazzo Tabarelli de Fatis in Terlago

In Terlago (TN), einem Dörfchen am Fuße der Paganella und des Monte Gazza ist der „Palazzo Tabarelli de Fatis Terlago“ neben anderen palazzi zu besichtigen: Palazzo Cesarini Sforza mit seinem Park, Palazzo Altenpurger – auch Prinzenpalast genannt, Palazzo Mamming mit Park, Palazzo Mazzonelli – Paissan mit charakteristischem Laubengang, Villa Rosa und Casa Aldrighetto aus dem 17. Jahrhundert.

Palazzo Tabarelli in Trento (Trient)

Der => Palazzo Tabarelli a Trento wurde 1512 bis 1527 von der Adelsfamilie Tabarelli de Fatis in Trient in der => Via Paolo Oss-Mazzurana 63 (wenige 100 Meter vom Trienter Domplatz entfernt) erbaut.

Palazzo Tabarelli in Trient. Bildquelle: Fam. Archiv. Zur Vergrößerung anklicken.

Wappen Tabarelli de Fatis

Bildquelle: Don Giuseppe Tabarelli SDB. Zur Vergrößerung anklicken.


Die ältere Version des Wappens zeigt einen aufgerichteten Veltro mit goldenem Kragen, während die neuere Version einen halben silbernen Adler zeigt. Es gibt zwei Symbole, die beide mit der österreichisch-ungarischen Heraldik verbunden sind. Das erste ist der halbe rote Adler auf weißem Grund, das Symbol der weltlichen Macht, nur der Kaiser konnte den vollen Adler haben, weil er weltliche und geistliche Macht unter seiner Vormundschaft vereinte, das zweite ist der zügellose Hund, der für Hingabe und Treue zum Kaiser steht. Hier gibt es jedoch einen Streit, weil der Hund nach älteren Entwürfen dem böhmischen Löwen ähnelte, der auch das Symbol des Evangelisten Markus ist.

Landkarten

Grafschaft Tirol und Oberitalien 1648

1648 Grafschaft Tirol und Oberitalien. Quelle: wikipedia. zVa

Gefürstete Grafschaft Tirol 1873

Aus einer => Gesamtkarte „Tirol und Vorarlberg“, 1873 verlegt in Wien, ist nachfolgend der südliche Teil der Grafschaft Tirol ausgeschnitten und verweist mit roten Punkte auf Faver, Faedo und Ospedaletto valsugana im Süden der Grafschaft, die die Nordspitze des Gardasees mit Riva del Garda und Torbole mit einschloß, als 2 Tabarelli-Auswanderungen aus Österreich nach Deutschland stattfanden. Die roten Punkte verweisen auf Faver und Ospedaletto valsugana, sowie Faedo.

Beide Karten sind auch im => Register / Landkartenregister aufrufbar.

Karte der gefuersteten Grafschaft Tirol 1873, Ausschnitt mit Legende. Quelle: abebooks.com-maps zVa

Quellen

1. Regesta Imperii Band XI,2 (Urkunden Kaiser Sigismund Teil 2)

Die folgenden Links sind aktivierbar, ihre durchgestrichene Textierung ergibt sich durch das fehlende SSL Zertifikat der aufgerufenen Seite www.regesta imperii.

a) Regesta Imperii (homepage) => www.regesta-imperii.de/startseite

b) Regesta Imperii (Band XI,2) => Verzeichnung 1432 Adelserhebung de Fatis

regesta imperii 1432 Adelserhebung. zVa

Die Originalurkunde ist im Besitz der Gräflich Terlago’schen Familie Tabarelli de Fatis.

2. M D Z – Münchner Digitalisierungszentrum

MDZ Homepage. zVa

MDZ-Digitalisat der Regesta Imperii Band XI,2 Seite 215 mit dem 5. April 1432 in Parma => Adelserhebung der Ritter von Terlago

3. UnserTirol24.com, Ausgabe 11/2023, nachfolgender abstract als Auszug:

La famiglia Fatis è una famiglia nobile che ha avuto origine da Paolo de Fatis Terlago, detto Tabarellus, che fu nominato nobile del Sacro Romano Impero dall’Imperatore Sigismondo nel 1432. Forse proprio la volontà di costruirsi una identità distintiva rispetto agli altri “signori di Terlago” spinse alcuni di loro ad utilizzare un soprannome, dal significato generico di “pastrano” che divenne poi patronimico nella forma Tabarelli de Fatis.

Die Familie de Fatis Terlago, genannt Tabarellus, Patronym Tabarelli de Fatis, ist ein Adelsgeschlecht, das auf Paolo de Fatis Terlago, genannt Tabarellus, zurückgeht, der 1432 von Kaiser Sigismund in den Adelsstand des Heiligen Römischen Reiches erhoben wurde. Vielleicht war es gerade der Wunsch, sich von den anderen „Herren von Terlago“ abzugrenzen, der einige von ihnen dazu veranlasste, einen Spitznamen mit der allgemeinen Bedeutung von „pastrano“ zu verwenden, der später in der Form Tabarelli de Fatis zum Patronym wurde.

=> La famiglia Fatis de Terlago, detto Tabarellus

  • Fine „Abstammung Tabarelli de Fatis„ Stand 20.09.2026